Unsichtbare Gefahr: Winzige Partikel und ihre Wege in den Menschen
Mikroplastik im Körper: So dringend müssen wir die unsichtbare Gefahr jetzt stoppen
Wie können Mikroplastik im Körper winzige Partikel über die Nahrungskette in menschliches Gewebe gelangen, ohne dabei sofortige Abwehrreaktionen auszulösen? Diese Partikel, kleiner als fünf Millimeter, durchdringen Zellmembranen und können sich in Organen wie der Leber oder der Lunge anreichern, wo sie potenziell entzündliche Prozesse fördern. Ihre Nutzung liegt nicht in einem aktiven Einsatz, sondern im passiven Transport über kontaminierte Lebensmittel oder Atemluft, was eine stetige Exposition des Organismus bedeutet.
Unsichtbare Gefahr: Winzige Partikel und ihre Wege in den Menschen
Die unsichtbare Gefahr lauert in Alltagsprodukten: Winzige Mikroplastikpartikel gelangen über Atemluft, Nahrung und Haut direkt in den menschlichen Organismus. Im Körper angekommen, können sie die Darmbarriere passieren, ins Blut übergehen und sich in Organen wie Leber oder Niere anreichern. Besonders tückisch sind Partikel unter 5 Mikrometern, die Zellmembranen durchdringen und Entzündungsreaktionen auslösen. Eine kurze Q&A: Wie tief dringen die Partikel ein? Sie erreichen über die Lungenbläschen sogar den Blutkreislauf und können die Blut-Hirn-Schranke überwinden. Der Körper besitzt keine effizienten Abbauwege für diese synthetischen Fremdkörper – sie verbleiben oft jahrelang im Gewebe.

Wie Nanoplastik und Mikrophastik über Nahrung und Trinkwasser aufgenommen werden

Die Aufnahme von Nano- und Mikroplastik über Nahrung und Trinkwasser erfolgt primär durch kontaminierte marine und terrestrische Lebensmittel. Fische und Meeresfrüchte reichern Partikel in ihrem Gewebe an, während Obst und Gemüse über Bewässerungswasser oder Bodensedimente belastet werden. Die orale Ingestion stellt den Hauptexpositionspfad dar, da Mikrofasern aus synthetischer Kleidung sowie Partikel aus Verpackungen direkt in Trinkwasser und verarbeitete Lebensmittel gelangen. Besonders problematisch sind Sekundärpartikel, die durch Zerkleinerung größerer Plastikabfälle entstehen und in der Nahrungskette kumulieren. Innerhalb des Verdauungstrakts können Nanoplastik aufgrund ihrer Größe die Darmbarriere passieren und in den Blutkreislauf gelangen.
Die Aufnahme von Nano- und Mikroplastik in den Körper erfolgt alltäglich über kontaminierte Meeresfrüchte, verpackte Lebensmittel und Trinkwasser, wobei vor allem die Partikelgröße und die Akkumulation in der Nahrungskette die Durchlässigkeit für den Organismus bestimmen.
Aufnahme durch die Atemluft: Staub, Textilfasern und Reifenabrieb in Innenräumen
Die Aufnahme durch die Atemluft ist ein zentraler Eintrittspfad für Mikroplastik in den menschlichen Körper. In Innenräumen schwirren täglich unsichtbare Partikel aus Hausstaub, synthetischen Textilfasern von Kleidung und Teppichen sowie feinem Reifenabrieb, der von Schuhen eingetragen wird. Diese Partikel sind so klein, dass sie beim Atmen tief in die Lungenbläschen vordringen. Studien belegen, dass die Konzentration in geschlossenen Räumen oft höher ist als draußen. Regelmäßiges Lüften und Staubwischen mit feuchten Tüchern reduzieren die Belastung spürbar.
Frage: Wie gelangen Textilfasern und Reifenabrieb konkret über die Atemluft in meinen Körper?
Antwort: Durch Bewegung im Raum, etwa Gehen oder Staubwischen, wirbeln Sie feinste synthetische Fasern und Reifenabriebpartikel vom Boden auf. Diese schweben dann stundenlang in der Raumluft und werden beim Einatmen direkt in die Atemwege transportiert.
Hautkontakt als Eintrittspforte: Kosmetik, Pflegeprodukte und Mikrofasern
Die Haut öffnet täglich unbemerkt die Pforte für Mikroplastik – vor allem durch Kosmetik und Pflegeprodukte. Peeling-Partikel aus Polyethylen oder flüssige Polymerfilme in Cremes haften an der Hornschicht und dringen über kleine Risse oder Haarfollikel tiefer ein. Besonders tückisch sind Mikrofasern aus Textilpflege: Beim Waschen lösen sich synthetische Fasern, die über die Kleidung auf die Haut gelangen und dort mechanische Reibung verstärken. Anders als Partikel in Peelings gelangen Mikrofasern nicht nur oberflächlich, sondern wandern durch Schweiß und Hautfalten in sensible Bereiche und können lokale Entzündungsreaktionen fördern.
| Kosmetik & Pflegeprodukte | Mikrofasern aus Textilpflege |
| Feststoffe oder Polymere in Cremes, Lippenstiften, Duschgelen – dringen über Talgdrüsenausgänge ein | Fädige, flexible Kunststoffpartikel aus Kleidung – gelangen durch Bewegung und Druck tiefer in die Epidermis |
| Häufige Eintrittsorte: Gesicht, Hände, Dekolleté | Häufige Eintrittsorte: Achseln, Leisten, Kniekehlen – Stellen mit hoher Reibung |
Hinter der Schutzbarriere: Von der Lunge und dem Darm in den Blutkreislauf
Mikroplastik gelangt hinter die Schutzbarriere primär über zwei Wege: über die Lunge durch Inhalation von Fasern und Partikeln sowie über den Darm durch kontaminierte Nahrung. In der Lunge durchdringen Partikel unter 10 µm das Alveolarepithel, während im Darm der M-Zell-Transport in den Peyer-Plaques die Passage über die Darmschleimhaut ermöglicht. Einmal in der Lamina propria oder dem Interstitium, erfolgt der Eintritt in den Blutkreislauf mittels passiver Diffusion oder aktiver Transzytose. Die Partikelgröße unter 1 µm und eine hydrophobe Oberfläche begünstigen die Penetration. Im Blut zirkulieren diese Fremdkörper dann systemisch, belasten Endothelzellen und können sekundäre Entzündungsreaktionen triggern. Praktisch bedeutet dies: Eine intakte Epithelbarriere ist der entscheidende Schutz.
Wie die Darmschleimhaut Kunststoffteilchen in den Organismus schleust
Die Darmschleimhaut stellt keine unüberwindbare Barriere dar; über spezifische Mikroplastik-Translokation gelangen Partikel in den Organismus. Mikro- und Nanoplastik durchdringen die M-Zellen der Peyer-Plaques, werden von Enterozyten per Endozytose aufgenommen und in parazelluläre Zwischenräume geschleust. Partikel unter 1,5 µm migrieren direkt in Lymphkapillaren, während größere Fragmente über dendritische Zellen in das lymphatische Gewebe transportiert werden. Die Aufnahmerate steigt bei entzündlich veränderter Schleimhaut oder gestörter Tight-Junction-Integrität.
Die Darmschleimhaut schleust Kunststoffteilchen primär via M-Zell-vermittelte Transzytose und enterozytäre Endozytose in das lymphatische System und den Blutkreislauf, wobei Partikelgröße und Darmschleimhautzustand die Passage entscheidend beeinflussen.
Lungenbläschen als Durchlass: Atemwegspartikel gelangen ins Blut
In den Lungenbläschen als Durchlass für Atemwegspartikel liegt eine kritische Schwachstelle der körpereigenen Abwehr. Feine Mikroplastikfasern aus der Luft, kleiner als ein rotes Blutkörperchen, dringen tief in die Alveolen ein. Dort überwinden sie die dünne, nur eine Zellschicht dicke Membran und gelangen ungehindert in die angrenzenden Blutkapillaren. Der direkte Übertritt von der eingeatmeten Luft in den Blutkreislauf geschieht hier ohne Umweg über die Leber – ein stiller Kanal für Schadstoffe.
Die Lungenbläschen fungieren als direkte Eintrittspforte: Atemwegspartikel aus Mikroplastik durchdringen die hauchdünne Alveolarwand und landen ungefiltert im Blut.
Transport im Körper: Winzige Fracht auf der Reise zu Organen und Geweben
Nachdem Mikroplastik die Lungenbläschen oder Darmwand passiert hat, beginnt die eigentliche Reise im Blutkreislauf. Diese winzigen Partikel, oft nur mikrometerklein, nutzen das Gefäßnetz wie eine Autobahn. Einmal in der Blutbahn, werden sie zu einer zirkulierenden Fracht im Kreislaufsystem, die unkontrolliert weitertransportiert wird. Sie können sich an Immunzellen heften oder frei treibend in Kapillaren stecken bleiben. Über den Blutstrom erreichen sie so entlegene Regionen: Sie lagern sich in der Leber ab, passieren die Nierenfiltermembranen oder reichern sich in der Plazenta an. Manche schaffen es sogar, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden, wo sie Nervenzellen stressen können. Die Partikel sind also keine blinden Passagiere – sie werden aktiv durch den Körper geschleust und setzen sich dort fest, wo die Blutgefäße zu eng werden.
Kurz gesagt: Mikroplastik durchkreuzt in Sekundenschnelle den gesamten Organismus, verfängt sich in Organen und Geweben und wird so zum unsichtbaren, aber ständigen Begleiter im Körperinneren.
Wo sich die Teilchen sammeln: Organe und Gewebe als Endstationen
Nach der Aufnahme gelangen Mikroplastikpartikel über den Blutkreislauf in entlegene Körperregionen. Organe und Gewebe als Endstationen beschreiben präzise die Akkumulation. Die winzigen Teilchen setzen sich bevorzugt in der Leber ab, da dieses Entgiftungsorgan als Filter fungiert. Auch die lymphatischen Knoten und die Milz werden zu dauerhaften Depots, weil ihr dichtes Gewebe die Partikel physikalisch zurückhält. In der Lunge, insbesondere im Lungengewebe, sammeln sich Fasern an, wenn die natürliche Reinigungsfunktion überlastet ist. Diese Verteilung ist nicht zufällig: Die Partikel verbinden sich mit körpereigenen Proteinen und werden so von Immunzellen in diese Zielorgane transportiert. Dort können sie lokale Entzündungsreaktionen auslösen – die Endstation wird zum pathogenen Hotspot.
Anreicherung in der Leber und den Nieren: Filterorgane unter Belastung
Leber und Nieren fungieren als zentrale Filterstationen, in denen sich Mikroplastikpartikel gezielt anreichern. Die toxische Belastung der Filterorgane entsteht, weil diese Organe ständig Blut reinigen und dabei kleinste Partikel zurückhalten. Studien zeigen, dass sich vor allem Partikel unter 10 Mikrometern im Leber- und Nierengewebe ablagern. Dies kann langfristig Entzündungsreaktionen und Zellstress auslösen, was die Entgiftungsleistung beeinträchtigt. Je höher die Partikeldichte, desto stärker wird die Organfunktion eingeschränkt.
Frage: Wie gefährlich ist die Anreicherung in Leber und Nieren für die Filterfunktion?
Antwort: Die ständige Ablagerung überlastet die Zellen, was die Fähigkeit zur Schadstoffausscheidung mindert und das Risiko für chronische Organschäden erhöht.
Nachweise im Gehirn: Kann Mikroplastik die Blut-Hirn-Schranke überwinden?
Die Frage, ob Mikroplastik die Blut-Hirn-Schranke überwinden kann, wird durch jüngste Nachweise im Gehirn bejaht. Studien fanden Partikel in menschlichem Hirngewebe, was auf eine erfolgreiche Passage hindeutet. Der Mechanismus folgt einem klaren Pfad:
- Partikel gelangen über die Blutbahn an die Schranke.
- Sie nutzen Transzytose, um die Endothelzellen zu durchqueren.
- Einmal im Hirngewebe, können sie dort Entzündungsprozesse auslösen.
Diese Erkenntnisse belegen, dass das Gehirn keine absolute Barriere gegen Mikroplastik darstellt.
Ab-
lagerungen in der Plazenta: Ungeborene Kinder ebenfalls betroffen
Ein besonders alarmierender Fundort für Mikroplastik ist die Plazenta, was belegt, dass selbst ungeborene Kinder den Partikeln nicht entgehen. Die Ablagerungen in der Plazenta wurden in verschiedenen Gewebeschichten nachgewiesen, wobei die Partikel über den mütterlichen Blutkreislauf dorthin gelangen. Diese Barriere, die eigentlich schützen soll, wird so zum Endlager für Fremdstoffe. Die eingelagerten Teilchen könnten die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung des Fötus beeinträchtigen, da sie die Diffusionsfähigkeit der Plazentamembran stören. Mikroplastik gelangt in den fetalen Kreislauf, was Langzeitfolgen für die kindliche Entwicklung haben könnte. Die direkte Verbindung zwischen mütterlicher Belastung und pränataler Exposition ist hiermit wissenschaftlich belegt.
Zelluläre Folgen: Entzündungen, oxidativer Stress und langfristige Risiken
Mikroplastik im https://www.igl-labor.de/ Körper löst auf zellulärer Ebene entzündliche Reaktionen aus, da Partikel von Immunzellen als Fremdkörper erkannt werden. Dies aktiviert chronische Entzündungsprozesse, die mit oxidativem Stress einhergehen. Die Partikel fördern die Bildung freier Radikale, welche Zellmembranen, Proteine und DNA schädigen. Dieser oxidative Schaden kann die Mitochondrienfunktion beeinträchtigen und die zelluläre Alterung beschleunigen. Langfristig steigt so das Risiko für Gewebeschäden, Fibrose in Organen wie Leber oder Darm sowie für die Entstehung von Krebserkrankungen. Die permanente Belastung durch Mikroplastik gefährdet die zelluläre Homöostase und kann zu chronischen Erkrankungen führen.
Wie Plastikpartikel Immunzellen reizen und chronische Entzündungen fördern
Gelangen Mikroplastikpartikel ins Gewebe, erkennen Fresszellen wie Makrophagen sie als Fremdkörper. Die Phagozytose der scharfkantigen oder chemisch belasteten Partikel misslingt jedoch oft, was zu einer chronischen Immunaktivierung führt. Die Zellen schütten dann vermehrt entzündungsfördernde Botenstoffe wie IL-1β und TNF-α aus. Diese persistierende, fehlgeleitete Immunantwort hält die Entzündung am Laufen, hemmt die Geweberegeneration und kann langfristig zu Fibrose oder Autoimmunreaktionen beitragen.
Frage: Wie lösen Plastikpartikel genau diese chronische Entzündung in Immunzellen aus?
Antwort: Die Partikel werden von Makrophagen aufgenommen, aber nicht abgebaut. Die frustrierte Phagozytose aktiviert den NLRP3-Inflammasom-Signalweg, was die Freisetzung von Interleukin-1β und oxidativem Stress triggert – ein sich selbst verstärkender Entzündungskreislauf.
Freie Radikale im Spiel: Oxidativer Stress als Auslöser für Zellschäden
Wenn Mikroplastik in deine Zellen eindringt, entstehen oft freie Radikale. Diese aggressiven Moleküle lösen eine Kettenreaktion aus: Sie reißen Elektronen aus gesunden Zellbestandteilen, was zu oxidativem Stress als Auslöser für Zellschäden führt. Praktisch heißt das: Deine Zellmembranen können porös werden, die DNA wird angegriffen und Mitochondrien stellen die Energieproduktion ein. Das ist kein theoretisches Risiko – dein Körper muss ständig gegen diese Radikale kämpfen, was auf Dauer die Zellalterung beschleunigt.
- Freie Radikale oxidieren ungesättigte Fettsäuren in Zellmembranen, was die Zellstabilität beeinträchtigt.
- Sie schädigen direkt die DNA-Stränge, was Reparaturmechanismen der Zelle überfordern kann.
- Durch die Schädigung von Mitochondrien wird der zelluläre Energiestoffwechsel gestört.

Mögliche Verbindungen zu Stoffwechselstörungen und Krebsrisiken
Mikroplastik kann durch chronische Zellschädigung und Signalwegsstörungen direkt mit Stoffwechselerkrankungen und Krebsrisiken verknüpft sein. Partikel lagern sich im Fettgewebe ab, fördern eine Insulinresistenz und stören die Darmbarriere, was Entzündungsprozesse auslöst. Diese Dauerentzündung schafft ein Milieu, das Zellmutationen und unkontrollierte Teilung begünstigt. Die Transformation gesunder Zellen zu Tumorzellen wird maßgeblich durch die von Mikroplastik induzierte oxidative Zerstörung von DNA und Mitochondrien vorangetrieben. In Tierstudien korreliert die Belastung zudem mit veränderter Glukoseverwertung und einer erhöhten Rate an kolorektalen Karzinomen.
Forschung im Brennpunkt: Aktuelle Studien und noch offene Fragen
Im Brennpunkt der Forschung stehen aktuell Studien, die den Verbleib von Mikroplastik im Körper nachweisen. So fanden Forscher in menschlichen Blutgefäßen Partikel, die mit erhöhtem Entzündungsrisiko korrelieren. Noch offene Fragen betreffen vor allem die Langzeitakkumulation in Organen wie der Leber – fehlen doch genaue Daten, wie der Körper die winzigen Fragmente abbaut oder ausscheidet. Eine aktuelle Studie an Darmzellen zeigt, dass bestimmte Plastikarten die Aufnahme von Nährstoffen behindern können. Ungeklärt bleibt jedoch, ob diese Effekte im lebenden Organismus tatsächlich Krankheiten auslösen. Die Forschung konzentriert sich deshalb auf Mechanismen: Wie gelangen Partikel über die Darmschranke ins Blut, und welche Rolle spielen Größe oder Oberflächenstruktur? Jede neue Erkenntnis schließt eine Wissenslücke, wirft aber gleichzeitig die nächste Frage auf.
Erste Langzeitstudien am Menschen: Erkenntnisse und Grenzen der Datenlage
Erste Langzeitstudien am Menschen zeigen, dass sich Mikroplastik im Körper über Jahre in Organen wie Leber und Niere anreichert. Die Erkenntnisse basieren auf Gewebeproben, die mit steigender Belastung korrelieren. Eine zentrale Grenze der Datenlage liegt in der methodischen Schwierigkeit, die tatsächliche Aufnahmequellen klar von Umweltkontamination zu trennen. Zudem fehlen Referenzwerte, um gesundheitliche Schwellen zu definieren. Studien belegen zwar das Vorkommen, aber nicht eindeutig, ob Partikelgröße oder Polymerart spezifische Schäden verursachen. Ohne standardisierte Nachweisverfahren bleibt die Aussagekraft zu Langzeitstudien am Menschen vorerst begrenzt.
Tierexperimentelle Belege: Was Mäuse und Fische über die Gesundheitsgefahren verraten

Mäuse- und Fischstudien liefern direkte Beweise für Gesundheitsgefahren durch Mikroplastik. Bei Mäusen führte die Aufnahme von Partikeln zu Darmbarriereschäden, systemischen Entzündungen und gestörter Glukosetoleranz. An Fischen zeigen sich bereits bei umweltrelevanten Konzentrationen Verhaltensauffälligkeiten und oxidative Stressreaktionen. Die Tiermodelle belegen einen klaren Wirkmechanismus: Partikel gelangen über Darm- oder Kiemenepithel in den Blutkreislauf und verursachen dort Zellschäden. Konkret ergibt sich folgende Kausalkette:
- Partikelpenetration in Gewebe
- Auslösung von Entzündungskaskaden
- Beeinträchtigung von Stoffwechselprozessen
Methodische Hürden: Wie schwer der Nachweis im menschlichen Gewebe wirklich ist
Der Nachweis von Mikroplastik im menschlichen Gewebe scheitert vor allem an methodischen Verunreinigungen, die falsch-positive Ergebnisse provozieren. Jede Gewebeprobe ist bereits bei der Entnahme luftgetragenen Kunststofffasern ausgesetzt, was zu systematischen Fehlern führt. Hinzu kommt, dass die gängigen Aufschlussverfahren – etwa mit Säuren oder Laugen – nicht alle Partikel rückstandsfrei isolieren, ohne selbst kleinste Bruchstücke zurückzulassen. Zudem fehlen standardisierte Referenzmaterialien für Gewebematrices, sodass Wiederholbarkeit und Vergleichbarkeit zwischen Studien kaum gegeben sind. Die winzigen Partikelgrößen unter 10 µm entziehen sich zudem oft spektroskopischen Analysen, während die erforderliche Reinraumtechnik den Aufwand extrem erhöht.
Schutzmaßnahmen für den Alltag: Reduzieren der Belastung ohne Verzicht
Mikroplastik gelangt über Nahrung, Wasser und Luft in den Körper – doch du kannst die Aufnahme mit einfachen Alltagstricks senken, ohne auf Komfort zu verzichten. Trinke Leitungswasser aus Glasflaschen statt Plastik, da Erhitzen von PET-Flaschen Partikel freisetzt. Nutze beim Kochen Holzbretter statt Kunststoff; selbst kleine Kratzer lösen Mikroplastik ins Essen. Vermeide Anti-Falten-Cremes mit Peeling-Effekt (Mikroperlen) und wähle Naturkosmetik in Glasbehältern. Frage: Wie reduziere ich Plastik beim Essen? Antwort: Deckel auf Töpfen beim Kochen vermeiden – denn Kondenswasser tropft Partikel vom Deckelrand ins Gericht. Lüfte vor dem Staubsaugen (Kunststofffasern aus Teppichen setzen sich in der Raumluft fest) und setze auf Baumwollkleidung statt Fleece, das beim Waschen massiv Microfasern verliert. Jeder dieser Schritte verringert die tägliche Belastung spürbar, ohne dass du auf Lebensqualität verzichtest.
Trinkwasser filtern und aufbewahren: Alternativen zu Plastikflaschen
Die Filterung von Leitungswasser mit Aktivkohle oder Keramiksystemen reduziert gelöste Kunststoffpartikel deutlich, bevor es in Mehrwegflaschen aus Glas oder Edelstahl abgefüllt wird. Entscheidend ist, dass der Wasserfilter selbst keine Mikroplastikquellen darstellt – hochwertige Modelle mit festen Filtermedien sind hier zu bevorzugen. Die Aufbewahrung in Alternativen zu Plastikflaschen verhindert eine erneute Kontamination des gefilterten Wassers durch Abrieb aus PET oder Polyethylen. Dadurch umgeht man nicht nur unnötige Transportwege, sondern auch den direkten Kontakt mit Weichmachern und synthetischen Fasern, die aus Kunststoffgebinden in kohlensäurearmes Wasser übergehen. Frage: Welche Behälter sind für die Aufbewahrung von gefiltertem Trinkwasser am besten geeignet? Antwort: Mehrwegflaschen aus Borosilikatglas oder unbeschichtetem Edelstahl mit Deckel aus Kork oder Silikon – diese geben bei längerer Lagerung keine synthetischen Partikel ab.
Lebensmittelhygiene: Verpackungen, Erhitzen und Lagern überdenken
Die Überprüfung der eigenen Lebensmittelhygiene hinsichtlich Verpackungen, Erhitzen und Lagern ist ein direkter Hebel zur Reduktion der Mikroplastikaufnahme. Insbesondere beim Erhitzen in Kunststoffbehältern lösen sich durch Temperatur und Fett Partikel, weshalb stets auf Glas oder Keramik umgestiegen werden sollte. Ebenso geben beschichtete Verpackungen beim Lagern von säurehaltigen oder fetten Lebensmitteln Mikroplastik ab – ein Umlagern in Edelstahl- oder Glasgefäße minimiert diesen Eintrag. Durch diese gezielten Maßnahmen in Alltagsroutinen lässt sich die innere Belastung senken, ohne auf die Lebensmittel selbst verzichten zu müssen.
Textilien und Haushalt: Wie man Mikrofasern aus Kleidung und Putztüchern minimiert
Um die Aufnahme von Mikroplastik in Ihren Körper zu reduzieren, sollten Sie im Haushalt gezielt Mikrofasern aus Kleidung und Putztüchern minimieren. Setzen Sie auf Mikrofaser-Fangbeutel oder Waschbälle in der Maschine, die bis zu 90 Prozent der synthetischen Fasern auffangen. Trocknen Sie Kleidung an der Luft statt im Tumbler, da die Hitze Faserbruch begünstigt. Entscheiden Sie sich für Putztücher aus Baumwolle oder Mikrofaser-Varianten mit geringem Faserabrieb – das schützt Ihre Lunge und Nahrungskette direkt.
- Waschen Sie Synthetik bei niedrigen Temperaturen und kurzen Programmen.
- Verwenden Sie Flüssigwaschmittel statt Pulver, da dieses die Fasern schont.
- Reinigen Sie das Flusensieb nach jedem Trockengang und entsorgen Sie die Fasern im Restmüll.

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